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Duzen oder Siezen? Die richtige Anredeform auf deiner Website

Da sitzt du nun: Das geöffnete Word Dokument vor dir. Du bist bereit, die Texte für deinen neuen Online Auftritt zu verfassen. Wäre da nicht diese Frage, auf die du spontan keine Antwort weißt: Sollst du deine Website-Gäste duzen oder siezen?

Duzen oder Siezen – die Wirkungsweisen

Schauen wir uns zu allererst einmal die möglichen Wirkungsweisen der Anredeformen an. Es kommt hier natürlich darauf an, wer deinen Text liest, aber generell verbinden wir alle Ähnliches mit den Anredeformen.

Die Wirkung der Sie-Anrede

mögliche positive Wirkung: respektvoll, seriös, kompetent
mögliche negative Wirkung: kalt, distanziert, zugeknöpft, steif

Die Wirkung der Du-Anrede

mögliche positive Wirkung: vertrauensvoll, sympathisch, freundschaftlich
mögliche negative Wirkung: anbiedernd, respektlos, unseriös

Welche Anredeform erwartet deine Zielgruppe?

Als ich 2016 meine erste Website für mein Webdesign Business erstellt habe, habe ich meine Website-Gäste zu Beginn formell mit „Sie“ angesprochen. Ich hatte in der Konzeptionsphase verschiedene Websites von Online-Agenturen angeschaut. Hier wurde fast durchweg gesiezt.

Deswegen hatte ich Angst, unseriös zu wirken, wenn ich duzen würde.

Doch nach einiger Zeit ging mir ein Licht auf:

Es geht gar nicht darum, in welcher Branche ich tätig bin, sondern darum, wen ich mit meinen Texten ansprechen will.

Die meiner Meinung nach wichtigste Frage beim Treffen dieser Entscheidung ist es deswegen, festzustellen, welche Anrede deine Zielgruppe erwartet. Gerade zu Beginn meiner Selbstständigkeit wollte ich am liebsten JEDEN ansprechen. Kleinunternehmen, Mittelständische Unternehmen, Solo-Selbstständige – einfach alle, die eine Website gebrauchen könnten.

Und gerade diese Einstellung hat es mir so schwer gemacht. Ein typischer Anfängerfehler.

Beim Siezen hatte ich das Gefühl, Unternehmen richtig anzusprechen, aber einen Teil der eher „lockeren“ Solo-Selbstständigen und Kleinunternehmen auszuschließen. Beim Duzen war es genau umgedreht. Und so konnte ich einfach nicht die perfekte Lösung finden!

Bis ich meine Zielgruppe definiert hatte.

Mit meinen Angeboten möchte ich Frauen ansprechen, die sich auf dem Weg in die Selbstständigkeit befinden (kurz gefasst). Nach dieser Positionierung fiel meine Entscheidung ganz intuitiv auf das „Du“.

Meine Erkenntnis: Sobald du dich klar positionierst, kennst du die Antwort ganz automatisch.

Alternative: Wie möchtest du von deiner Kundschaft wahrgenommen werden?

Für den Fall, dass sich deiner Zielgruppe keine Vorliebe für eine Anredeform zuschreiben lässt, gibt es eine alternative Herangehensweise:

Überlege dir, wie du von deiner Kundschaft wahrgenommen werden willst.

Schau dir noch einmal die Wirkungsweisen der Anredeformen an.
Wenn du dich entscheiden müsstest: Welches Werte-Trio sollen deine Kundschaft mit dir in Verbindung bringen?

Sie: Respektvoll, seriös, kompetent
Du: Vertrauensvoll, sympathisch, freundschaftlich

Natürlich schließt das Sie nicht aus, dass du sympathisch erscheinst – es ist nur etwas schwieriger, deine Sympathie zu kommunizieren, weil andere Werte in den Vordergrund rücken.

Andersherum genauso: Auch mit dem Du kannst du absolut kompetent wirken. Du musst dich allerdings etwas mehr anstrengen, als wenn du das „Sie“ verwenden würdest.

Hier kannst du dich also quasi entscheiden, welche Werte du auf die einfache Weise erlangen möchtest, und für welche du dich anstrengen willst.

Es ist ähnlich wie mit Kleidung: In einem Business-Kostüm wirkst du wesentlich kompetenter als in Alltagskleidung. Durch dein Verhalten kannst du aber zeigen, dass du trotz Business-Kostüm sympathisch, und trotz Alltagskleidung kompetent bist.

Kleider machen Leute – Anredeformen auch.


Du kannst dir auch überlegen, welche Werte mehr zu deiner Marke passen:

Bist du eher die super seriöse, kompetente Fitnesstrainerin, oder doch eher die sympathische, freundschaftliche?

Auch in diesem Fall fiel bei mir die Entscheidung klar aus:
Ich bin lieber die sympathische, freundschaftliche Webdesignerin. Meine Kompetenz zeige ich durch meine Inhalte und Ergebnisse.

Fragen rund ums Thema „Duzen“

Die Entscheidung ist klar auf das Duzen gefallen, aber du hast noch einige Fragen? Hier sind zwei der häufigsten Fragen rund ums Thema „Duzen“:

Muss ich meine Kundschaft und meine Community jetzt auch im persönlichen Gespräch bzw. per E-Mail duzen?

Wenn du deine Website-Gäste duzt, heißt das nicht, dass du konsequent in persönlichen Gesprächen bzw. E-Mails dabei bleiben musst. Wenn du eine Anfrage per „Sie“ erhältst, empfehle ich dir, erst einmal auch beim „Sie“ zu bleiben, bis dir irgendwann das „Du“ angeboten wird.

Haben Kundinnen und Kunden, die geduzt werden wollen, ein kleineres Budget?

Das kann man so nicht verallgemeinern. Ich bin davon überzeugt, dass die gewünschte Anredeform nichts mit dem eigenen Budget zu tun hat. Wenn du dir einmal die Apple Website anschaust, wirst du sehen, dass auch dort das „Du“ verwendet wird. Und Apple-Kund*innen kann man so einiges nachsagen, aber nicht, dass ihr Budget gering ist.

Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Artikel helfen, eine Entscheidung zu deiner idealen Anredeform zu treffen!

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