Google Analytics in WordPress einbinden (DSGVO-konform mit Opt-In)

Google-Analytics-WOrdPress

Du möchtest wissen, wie du Google Analytics DSGVO-konform per Opt-In in deine WordPress Website einbindest?

Falls ja: Lies weiter!
Falls du keine Ahnung hast, wovon ich spreche: Lies weiter, ich erklär’s dir!

Warum Google Analytics?

Wenn du eine eigene WordPress Website betreibst, brauchst du eine Möglichkeit, um deinen Website-Erfolg zu messen. Das kannst du natürlich anhand einkommender Anfragen des Kontaktformulars, Kommentaren unter deinen Blogartikeln oder Newsletter-Eintragungen tun.

Doch es gibt ein Tool, das dir hilft, deinen Website-Erfolg noch detaillierter unter die Lupe zu nehmen: Google Analytics.

Dieses kostenfreie Analysetool ist auf beinahe jeder Website eingebunden.

Aus gutem Grund!

Mit Google Analytics kannst du das Verhalten deiner Besucher nachverfolgen und deine Website entsprechend optimieren, um noch bessere Ergebnisse zu erreichen.

Ein paar Beispiele:

Du weißt, wie viele Besucher sich welche Unterseite deiner Website anschauen
Damit du deinen Besuchern möglichst relevante Inhalte liefern kannst, musst du erst einmal wissen, was für sie relevant ist. Mit Google Analytics kannst du genau sehen, wie viele Nutzer sich beispielsweise welchen deiner Blogartikel angesehen haben.

Du weißt genau, woher deine Besucher kommen
Es kommt vor, dass andere Websites auf deine Website verlinken. Wenn ein Besucher über einen solchen Link auf deine Internetseite gelangen, siehst du in Google Analytics, welche Website dich verlinkt hat.

Du weißt, wie sich deine Besucher auf deiner Website bewegen
Mit Google Analytics kannst du anhand eines Flussdiagramms anschauen, wie viele deiner Besucher welche Seiten nacheinander anklicken. Beispiel: Nachdem deine Startseite aufgerufen wurde, gehen 50% der Besucher als Nächstes auf die „Über Mich“ Seite, 25% springen ab und 25% besuchen das Kontaktformular.

Das sind natürlich nur ein paar Beispiele. Aber du siehst, wie sinnvoll Google Analytics zum Auswerten deines Website-Erfolgs ist.

Im folgenden Teil dieses Blogartikels wird es darum gehen, wie du Google Analytics DSGVO-konform in deine WordPress Website einbindest.

Google Analytics und die DSGVO – Opt-In oder Opt-Out?

„DSGVO-konform?“ – Jawoll! Denn seit der Datenschutzgrundverordnung, die am 25. Mai 2018 in Kraft getreten ist, hat sich nicht nur der Umgang mit den beliebten Google Fonts verändert, sondern auch mit Google Analytics.

Während man früher einfach nur einen von Google bereitgestellten Analytics Code in die WordPress Website einpflegen musste, ist es heute etwas komplizierter geworden.

Nun scheiden sich gerade wenn es um Google Analytics geht die Geister.
Die einen sagen, dass ein Opt-Out Cookie in der Datenschutzerklärung ausreicht, durch den der Nutzer das Google Analytics Tracking beenden kann.

Die anderen sagen, dass das Tracking erst nach dem sogenannten „Opt-In“ per Klick auf einen „Akzeptieren“ Button im Cookie Banner beginnen darf.

Da die DSGVO noch so „frisch“ ist, fehlen hier noch die Rechtsprechungen, die eine Richtung weisen würden. Deswegen sind sich sogar Anwälte hier uneinig.

Letztendlich bleibt es wohl erst einmal eine Entscheidung des Risikos.

Die Analysedaten sind für dich EXTREM wichtig und du kannst mit einem Risiko leben? Dann ist die Opt-Out Variante (Link in der Datenschutzerklärung) für dich eine Überlegung wert.

Du willst alles wasserdicht machen? Dann nutze die Variante per Opt-In, die ich im Folgenden beschreibe.

Google Analytics Opt-In oder Opt-Out?

WICHTIG: Ich kann dir als Webdesignerin natürlich keine rechtliche Beratung geben. Wenn du dir unsicher bist, welche Variante für dich geeignet ist, sprich bitte mit einem Anwalt.

Nachfolgend zeige ich dir, wie du Google Analytics mit Opt-In Funktion in deine WordPress Website einbindest.

So bindest du Google Analytics DSGVO-konform mit Opt-In in deine WordPress Website ein

Google Analytics in WordPress einbinden

1. Bei Google anmelden und Google Analytics einrichten

Zu allererst musst du dir einen Google Analytics Account einrichten. Das geht ganz einfach über deinen Google Account (den die meisten ja schon haben).

Gehe auf https://analytics.google.com, klicke dort auf den „Registrieren“ Button und gib anschließend deine Websitedaten ein.

Sobald das erledigt ist, benötigst du deine Tracking-ID. Diese findest du wie folgt:

    1. Unten links auf das Zahnrad „Verwaltung“ klicken
    2. Klicke auf den Punkt „Tracking-Informationen“ und anschließend auf „Tracking Code“
    3. Oben links wird jetzt deine Tracking-ID angezeigt. Kopiere sie und füge sie in ein Textdokument ein. Wir brauchen sie später!

Google Tracking ID herausfinden
Tracking ID Google Analytics herausfinden

2. Cookie Banner mit Opt-In Funktion einrichten

Geh in das Backend deiner WordPress Seite und installiere im Plugin Bereich das Plugin „Cookie Notice“ von dFactory (hier kannst du es manuell downloaden).
Cookie Banner Plugin von dFactory
Aktivieren nicht vergessen!

In deinem Dashboard findest du unter „Einstellungen“ jetzt den Punkt „Cookie Notice“.
Hier richten wir jetzt dein Cookie-Banner mit Opt-In Funktion ein.

Technische Einrichtung des Cookie Banners

Plugin Cookie Notice EInstellungen
Meldungstext: Hier trägst du den Text ein, der deinen Besuchern angezeigt werden soll. Beispiel: „Google Analytics hilft mir, diese Website zu betreiben. Sind Sie damit einverstanden, dass dafür Cookies verwendet werden?“

Buttontext: Hier trägst du „Akzeptieren“ ein

Datenschutzerklärung: Setze ein Häkchen vor „Link zu den Datenschutzrichtlinien aktivieren“ und verknüpfe diese Option darunter mit deiner Datenschutzerklärung.

Linkziel: Hier wähle ich für gewöhnlich „_blank“ aus, damit die Datenschutzerklärung in einem neuen Fenster geöffnet wird.

Cookies ablehnen: Häkchen setzen und „Ablehnen“ in das Textfeld eingeben.

Cookies widerrufen: Häkchen setzen,„Cookies widerrufen“ in das Textfeld eingeben und die Funktion auf „Automatisch“ setzen.

Script-Blockierung: Hier fügst du folgenden Google Analytics Code ein. Der Code ist so angelegt, dass die IP Adressen deiner Besucher anonymisiert werden – was ebenfalls eine Anforderung der DSGVO ist. Kopiere einfach den folgenden Code und füge deine Tracking-ID ein.

<script>
(function(i,s,o,g,r,a,m){i['GoogleAnalyticsObject']=r;i[r]=i[r]||
function(){ (i[r].q=i[r].q||[]).push(arguments)},i[r].l=1*new Date();a=s.createElement(o),
m=s.getElementsByTagName(o)[0];a.async=1;a.src=g;m.parentNode.insertBefore(a,m) })
(window,document,'script','//www.google-analytics.com/analytics.js','ga');
ga('create', 'DEINE-TRACKING-ID', 'auto');
ga('set', 'anonymizeIp', true);
ga('send', 'pageview');
</script>

Lade: Häkchen setzen, damit die Website neu geladen wird, nachdem der Besucher dem Tracking zugestimmt hat.

Beim Scrollen: Kein Häkchen

Cookie-Gültigkeit: Hier stellst du ein, wie lange die Wahl des Websitebesuchers gültig sein soll, bevor er das Banner erneut angezeigt bekommt.

Script-Platzierung: Header

Designanpassung des Cookie Banners

Damit dein Banner nicht nur funktioniert, sondern auch gut aussieht, kümmern wir uns jetzt noch um das Design. Die Farben für die Texte und den Hintergrund kannst du direkt in den Plugineinstellungen anpassen.

Um das Aussehen des „Akzeptieren“-Buttons anzupassen, müssen wir das Stylesheet deines WordPress Themes anpassen.

Bevor wir uns darum kümmern, stell in den Plugin Einstellungen den Buttonstil bitte auf „Keine“ und speichere alle Änderungen.

Anschließend klickst du in der WordPress Seitenleiste auf „Design“„Editor“
WordPress Stylesheet öffnen
Es öffnet sich ein Quelltext mit dem Titel „style.css“. Hier fügst du jetzt folgenden Code ein:

#cn-accept-cookie {
background-color: #000000;
color: #ffffff;
font-size: 14px;
padding: 8px 40px;
display: inline-block;
}

Dieser Code sorgt dafür, dass der Button schwarz dargestellt wird, mit einer weißen Schrift in 14 Pixel Größe.

Wenn du möchtest, kannst du die Farben und Schriftgröße noch anpassen.
Für die Farben werden in CSS Codes immer Hexadezimalcodes verwendet. #000000 steht hier für schwarz, #ffffff für weiß.

Unter www.htmlcolorcodes.com kannst du dir deinen gewünschten Farbcode heraussuchen und den obenstehenden Code anpassen.

Sobald du den CSS Code einfügt hast, vergiss nicht, die Änderungen zu speichern!

3. Prüfen, ob alles funktioniert

Sofern du alles richtig gemacht hast, sollte jetzt alles wie gewünscht funktionieren.
Aber wie man so schön sagt:

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Du solltest also unbedingt kontrollieren, ob der Google Analytics Code wirklich erst aktiviert wird, NACHDEM du auf den „Akzeptieren“ Button geklickt hast.

Am einfachsten geht das mit dem Browser Chrome.

Rufe deine Website auf und wähle nach einem Rechtsklick an eine beliebige Stelle „Untersuchen“ aus. Ein Seitenfenster öffnet sich. Klicke auf „Source“.

Hier werden jetzt alle aktiven Skripte und Verbindungen angezeigt. Google Analytics sollte nicht dabei sein!

Google-Analytics-Aktivitaet-Chrome
Wenn bis hierhin alles richtig ist, kannst du jetzt auf den „Akzeptieren“-Button klicken. Jetzt solltest du unter „Source“ „Google Analytics“ sehen können.

→ Du hast die Anleitung befolgt, aber Google Analytics ist trotzdem von Beginn an aktiviert? Dann prüfe unbedingt, ob du deinen Google Analyticscode in irgendeinem Plugin oder Theme (außer „Cookie Notice“) eingepflegt hast. Dort sollte deine Tracking-ID unbedingt entfernt werden!

4. AV-Vertrag mit Google abschließen

Der technische Teil ist geschafft! Ich gratuliere!

Doch die DSGVO hat noch weitere Anforderungen, die du in Bezug auf Google Analytics beachten musst. Es ist nämlich so, dass du mit jedem Unternehmen, das Kundendaten aufbewahrt, einen sogenannten „Auftragsdatenverarbeitungsvertrag“ (sag das drei Mal hintereinander!) abschließen musst.

Da Google durch die Analyse Kundendaten aufbewahrt, musst du so einen Vertrag also auch mit Google abschließen.

Das geht glücklicherweise mittlerweile online direkt in deinem Google Analytics Konto (unter „Verwaltung“) und nicht mehr ausschließlich per Post.

5. Hinweis auf Google Analytics Tracking in der Datenschutzerklärung

Und ein letzter Schritt zum DSGVO-Glück! Wie du sicher weißt, brauchst du auf deiner Website eine Datenschutzerklärung. In dieser sollte unbedingt ein Abschnitt zum Thema Google Analytics enthalten sein.

Wenn du deine Website absolut wasserdicht machen möchtest, empfehle ich dir eine Zusammenarbeit mit einem Anwalt, der dir deine Rechtstexte individuell erstellt.

Sollte dein Budget hierfür nicht ausreichen, empfehle ich dir e-Recht24 für die Erstellung deiner Datenschutzerklärung.

Noch einmal: Ich bin „nur“ eine Webdesignerin und keine Anwältin. Alle Anleitungen und Empfehlungen in diesem Blogartikel habe ich nach bestem Wissen und Gewissen verfasst – eine Rechtsberatung ersetzen sie jedoch nicht.


Geschafft! Du hast deine DSGVO-Hausaufgaben erledigt und Google Analytics in deine WordPress Website eingebunden. Ich gratuliere!

Noch nicht genug DSGVO-Wahnsinn für dich? Dann lies dir auch meinen Artikel über das DSGVO-konforme Einbinden von Google Fonts durch.

Schreibe einen Kommentar

Hey, ich bin Annika!

WordPress Freelancer Annika Gievers

Als WordPress Webdesignerin erstelle ich unwiderstehliche Websites für Selbstständige, die online mit ihren genialen Dienstleistungen und Produkten auffallen und überzeugen wollen.

Aktuelle Artikel

Website Tipps für Selbstständige

Du wünschst dir mehr Erfolg mit deiner Website?
Sichere dir spannende Tipps sowie exklusive Angebote, Checklisten und Freebies, die dir helfen, deinen Website-Erfolg zu maximieren!

Der Newsletterversand erfolgt entsprechend meiner Datenschutzerklärung.
Ich schicke dir ca. 2 – 6 E-Mails pro Monat.

Diese Artikel könnten dir auch gefallen:

Menü schließen