„Ist Bloggen für Selbstständige wirklich sinnvoll?“ – diese Frage wird mir oft gestellt, wenn es um die Konzeptionierung einer neuen Website geht.

Vielleicht hast du dir auch schon einmal die Frage gestellt, ob du auf deiner Website bloggen solltest.

Meine Antwort auf die Frage nach dem Sinn fällt immer gleich aus: „Es kommt drauf an!“.

Nämlich darauf, ob der neue Blog dann auch wirklich gepflegt wird. Ein Blog, der lediglich drei Beiträge aus dem vorigen Jahr enthält, ist nicht sinnvoll.

Wer hingegen bereit ist, seinen Unternehmensblog regelmäßig mit spannenden Inhalten zu füllen, wird auch irgendwann die Früchte dieser Arbeit ernten dürfen.

Doch wie genau hilft dir eigentlich ein Blog?

Vorteile eines Blogs für Selbstständige

Du positionierst dich als Experte

Durch das Schreiben verschiedenster Artikel rund um dein Expertenthema sehen deine potentiellen Kunden: „Wow, das Mädel/der Typ/die Truppe hat echt was drauf!“

Selbst wenn diese Person derzeit noch nicht bereit ist, dein Kunde zu werden, profitierst du. Denn du bleibst im Gedächtnis als „Experte für …“. Sollte diese Person in Zukunft einen Auftrag zu vergeben haben, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie zu dir kommt.

Und auch Empfehlungsmarketing ist nicht zu unterschätzen: „Ich habe da letztens einen Blogartikel von diesem Friseur aus Bremen gelesen. Kenn ich zwar nicht persönlich, aber der scheint es echt drauf zu haben! Warte, ich such dir den mal raus!“.

Deine Sichtbarkeit steigt

Wie oft ändern sich die Inhalte deiner Website? Wahrscheinlich nicht allzu häufig, richtig?

„Wie langweilig!“, denkt sich Google und verfrachtet deine Website auf die hinteren Seiten.

Richtig gehört! Für Google & co. sind statische Websites einfach uninteressant. Schließlich sollen dem suchenden Nutzer möglichst relevante Suchergebnisse geliefert werden. Und die vermutet Google viel eher bei Websites, die regelmäßig aktuelle Inhalte ins Netz stellen. Laut Tech Client steigt die Wahrscheinlichkeit in Google gut zu ranken sogar um ganze 434%, wenn eine Website regelmäßig neue Blogartikel veröffentlicht.

Um deinen Erfolg durch Blogartikel zu maximieren, solltest du auf die Suchmaschinenoptimierung (SEO) deiner Blogartikel achten. Ich nutze hierfür das WordPress SEO Plugin Yoast, das auch auf den meisten meiner Kundenwebsites im Einsatz ist. Mit einem Ampelsystem und Hinweisen lassen sich hier Blogartikel ganz einfach auf Lesbarkeit und SEO optimieren.

Doch nicht nur Google lässt deine Sichtbarkeit steigen. Laut Text Ex Machina teilen 94% aller Nutzer Interessante Artikel auf Facebook und co., weil sie glauben, dass es auch für Freunde hilfreich sein könnte.

Du weckst Interesse und Vertrauen

Stell dir vor, ein potentieller Kunde landet über eine Google-Suche auf einem deiner Blogartikel. Als Experte weißt du genau wovon du sprichst und lieferst mit deinem Artikel genau die gewünschte Antwort. Punkt für dich! Im besten Fall stöbert der Besucher jetzt durch weitere Artikel. So festigt sich nach und nach auch das Vertrauen zu dir – und das ohne dass du persönlich anwesend bist!

Der Blog ist also die perfekte Möglichkeit schon beim Erstkontakt Interesse und Vertrauen zu wecken.

Du hebst dich von Mitbewerbern ab

Die meisten Menschen vergleichen mehrere Produkte und Dienstleister bevor sie eine Kaufentscheidung treffen.
Es ist also sehr wahrscheinlich, dass viele deiner potentiellen Kunden auch die Websites deiner Mitbewerber unter die Lupe nehmen. Und das solltest du auch einmal tun! Wie viele deiner Mitbewerber schreiben einen richtig guten Blog? In den meisten Branchen sind es nicht wirklich viele.
Nutze diese Möglichkeit und liefere Interessenten Antworten und Inhalte, die deine Mitbewerber nicht liefern. So hebst du dich von der Masse ab und glänzt durch dein verständlich vermitteltes Fachwissen.

Nachteile eines Blogs für Selbstständige

Nachdem ich dir gezeigt habe, welche Vorteile ein Unternehmensblog hat, kommen wir jetzt zu den Nachteilen.

Du brauchst Geduld

Erfolg kommt nicht über Nacht. So ist es auch mit dem Bloggen. Die ersten Blogartikel sind geschrieben und du wirst noch immer nicht von Kundenanfragen überhäuft? Das ist ganz normal. Bleibt dran und gib nicht auf – denn, wie war das? Kein Fleiß, kein Preis!

Du brauchst Zeit

Wo wir schon mal beim Thema „Fleiß“ sind: Das Schreiben eines Blogartikels braucht seine Zeit. Du brauchst eine gute Artikelidee, musst die Inhalte bei Bedarf recherchieren, den Artikel schreiben und für Suchmaschinen optimieren und im besten Fall ein passendes Bild dazu finden. Ich persönlich sitze an einem Blogartikel mindestens 60 bis 90 Minuten, bis er fertig ist. Manchmal auch länger. Danach teile ich ihn noch auf meinen Social Media Kanälen.

In einem Punkt, und zwar der Bildersuche, kann ich dir einen Tipp geben:
Wenn du selbst keine Zeit hast, die Bilder für deine Blogartikel zu schießen, schau doch mal auf diesen beiden Bildplattformen nach, die kostenfreies Bildmaterial zur Verfügung stellen:

Unsplash
Pexels

Fazit

Unterm Strich kann man sagen: Ja, Bloggen ist auch für Selbstständige sinnvoll. Es hilft dir, dich als Experte zu positionieren, deine Sichtbarkeit zu erhöhen, Vertrauen aufzubauen und dich von deinen Mitbewerbern abzuheben. Die Schattenseite des Bloggens: Du brauchst Geduld und Zeit – doch das ist es meiner Meinung nach wert!

In meinen nächsten Artikeln werde ich näher darauf eingehen, wie man eigentlich einen guten Blogartikel schreibt.

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